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Photvoltaik

Photovoltaikanlagen wandeln die Energie der Sonneneinstrahlung direkt in elektrische Energie um. Haben Sie ein Dach mit Neigung Richtung Süden? Dann kann eine Photovoltaikanlage Ihre Energiekosten verringern!

In Poing gibt es bereits viele Projekte mit Photovoltaik Anlagen über die an dieser Stelle berichtet werden soll.



Projekt: Photovoltaikanlage Volksschule Poing

Text: Hans Steinbigler, Poing


Bild: Solarpaneele auf dem Dach der Volksschule Poing.
Von links nach rechts: H. Steinbigler, Rektor J. Lang, R. Dallmayr, S. Schimpf, Bürgermeister A. Hingerl, E. Reischel, M. Link und Schüler (Foto Endt, Ebersberger SZ)



Kurz-Informationen
Projekt-Name: Photovoltaikanlage Volksschule Poing
Standort: Dach der Grund- und Hauptschule an der Gruber Straße
Art des Projekts: Photovoltaikanlage
private/öffentliche Anlage: öffentliche Anlage
In Betrieb seit: 2006
Leistung: 1 kWp
In das Netz eingespeiste Solarenergie in der Zeit vom August 2006 bis Februar 2008: 1553 kWh
Eingespartes CO2 in diesem Zeitraum: 1242 kg (im Vergleich zu Ölverbrennung)
Erstellungskosten: 6713 Euro
laufende Kosten/Jahr: keine
Förderungen: Solarenergieförderverein Bayern e.V.
Webseite (Link): Gemeinde Poing



Wie kam es zu diesem Projekt, was war die Motivation?

Ausgangspunkt war das von der AGENDA 21 Poing betreute Fifty-Fifty-Projekt an Poinger Schulen. Mit diesem Projekt sollten die Schüler zum verantwortungsbewussten Umgang mit Energie angeleitet werden, mit dem Ziel durch ein verbessertes Verhalten Energie zu sparen. Im Verlaufe dieses Projektes wurden an den Poinger Schulen Einsparungen an Heizenergie und elektrischer Energie erzielt. Insgesamt wurde in der Laufzeit des Projektes bis 2003 ein Betrag von 5426 Euro an Heiz- und Stromkosten gespart. Nach den Regeln des Fifty-Fifty-Projektes erhält davon die Schule die Hälfte.

Bezüglich der Verwendung dieser ersparten Gelder entschied die Schulleitung und das Lehrerkollegium, dass damit eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule an der Gruber Straße errichtet werden soll.

Die Anlage wurde auf zusammen mit Schülern der höheren Hauptschulklassen im Juli 2005 montiert. Der Transport auf das Dach erfolgte durch die Freiwillige Feuerwehr Poing mit persönlichem Einsatz des Kommandanten Herrn Thomas Halbritter, dem Hausmeister der Schule, Herrn Reischl, und dem Fachlehrer und Leiter des Schülerprojektes, Herrn Manfred Link. Die Montage wurde von Herrn Link und dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Energie der AGENDA 21 Poing, Herrn Siegfried Schimpf geleitet.

Die Photovoltaikanlage ist über Wechselrichter an das 220/380 V Energieversorgungsnetz der e.on Bayern angeschlossen und speist seit Januar 2006 Solarenergie in dieses Netz ein.

Bei der Errichtung der Anlage wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die Solaranlage mit einer für den Schulbetrieb geeigneten Messdatenerfassungsanlage ergänzt werden soll. Diese Anlage wurde im August 2006 in Betrieb genommen, so dass seit diesem Zeitpunkt genaue Informationen über den Betrieb der Anlage zur Verfügung stehen. Seit dieser Zeit bis heute (Februar 2008) wurden 1553 kWh Solarenergie in das Netz eingespeist. Diese Energie entspricht der Heizenergie von 382 l Heizöl.

Was bewirkt die Anlage genau?

Mit der Errichtung dieser Anlage soll erreicht werden, den Schülern der Hauptschule Poing die Wirkungsweise, die physikalischen Effekte und die wirtschaftlichen Aspekte von Photovoltaikanlagen zu verdeutlichen. Die Messdaten der Anlage, wie beispielsweise der Zeitverlauf des Stromes, der Leistung und der Temperatur werden täglich ausgelesen und gespeichert. Diese Daten werden im Internet über die Homepage der Gemeinde Poing (Leben und Freizeit, Umwelt, Energiesparmaßnahmen, Schülerprojekt Photovoltaikanlage) veröffentlicht. Damit können die Schüler, aber auch jeder Besucher der Homepage der Gemeinde Poing eigene Auswertungen durchführen, beispielsweise die Abhängigkeit des Wirkungsgrades der Anlage von der Temperatur oder die Funktionsweise der Anlage und den Wirkungsgrad bei geringer Einstrahlung untersuchen.

Welche Förderung wurde in Anspruch genommen?

Die mit dem Fifty-Fifty-Projekt ersparten Mittel reichten nicht aus, um eine dem Schulbetrieb entsprechende Anlage mit ausreichender Leistung zu beschaffen, Insbesondere überstieg die Beschaffung der Komponenten für die Messdatenerfassungsanlage mit Anschluss an das Internet die vorhandenen Mittel Es wurde deshalb an den Solarenergieförderverein Bayern e.V. ein Antrag zur Schließung der Finanzierungslücke gestellt. Diesem Antrag wurde entsprochen und Ende April 2005 ein Förderbetrag in Höhe von 4000 Euro zugesagt, so dass für die Ausführung der Anlage insgesamt ein Betrag von 6713 Euro zur Verfügung stand, mit dem die Anlage errichtet werden konnte.

War es schwierig, die Förderungen zu erhalten?

Das Projekt entsprach offensichtlich den Kriterien des Projektes „Sonne an der Schule“, das vom Solarenergieförderverein Bayern e.V. initiiert und gefördert wird. Es gab keine Schwierigkeit diese Förderung zu erhalten.

Gab es Schwierigkeiten bei der Baugenehmigung? Wenn ja, was waren die Einwände?

Das Projekt wurde von der Gemeinde Poing in jeder Hinsicht gefördert, so dass es keine Schwierigkeiten bei der Baugenehmigung gab. Die positive Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Gemeinde ist besonders hervorzuheben.

Leistet die Anlage den kalkulierten Ertrag?

Ja. (siehe auch die folgende Ertragskurve...)


Bild: Ertragskurve der Solaranlage

Sind nachträgliche Kosten aufgekommen, die nicht in der Anfangskalkulation waren?

Nein.

Hat die Anlage Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja.

Ihr Fazit:

Mit der Anlage wird ein Beitrag zur Förderung des Verständnisses der Funktion von Photovoltaikanlagen geleistet, so dass Beiträge zur Diskussion über die Anwendung solcher Anlagen auf fundierten Kenntnissen beruhen. Dies gilt vor allem für junge Menschen, die sich künftig sicher in verstärktem Maße an solchen Diskussionen beteiligen müssen. Diese Vertiefung der Kenntnisse ist eine Absicht des Arbeitskreises Energie der AGENDA 21 Poing.

Die AGENDA 21 Poing dankt an dieser Stelle allen Beteiligten an diesem Projekt, insbesondere der Gemeinde Poing mit Herrn Bürgermeister Hingerl, der Schulleitung, den beteiligten Lehrern, Hausmeistern und Schülern sowie dem Solarenergieförderverein Bayern e.V.

(Text: Hans Steinbigler)



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